Zurück zur Natur – Nur ein schöner Traum?

Zurück zur Natur – Nur ein schöner Traum?

Toll, dass Sie auch heute wieder mitlesen!

Um was geht es diesmal? Nun ja, immer häufiger höre ich von Freunden, Bekannten oder Kunden, dass sie am liebsten aussteigen würden. Raus aus dieser „Größer-Schneller-Weiter-Gesellschaft“, zurück in die Natur.
Zu meiner Facebook-Umfrage konnte ich unter anderem folgende Kommentare lesen, die ich hier mit Genehmigung der Urheber zitiere:

„Wenn ich es mir aussuchen könnte, würde ich am liebsten von der modernen Gesellschaft loslassen. Ein Traum, und das bereits seit Kindheitstagen, seltsamerweise, wäre ein Leben als eine Art Trapper, irgendwo in der tiefsten Wildnis Kanadas. Obst und Gemüse selbst anbauen, Fische fangen, Beeren, Pilze und Holz sammeln. Eine Hütte an einem schönen See und rundherum nur Wildnis und Berge – das ist mehr Luxus als man mit Geld je kaufen kann. Kein Telefon, kein Fernsehen, keine Nachrichten, kein Internet, KEINE TERMINE. Doch, so könnte ich wahrscheinlich leben. Auch wenn das teils beschwerlich wäre und bedeutet, auf solche Dinge wie fließend warmes Wasser, Heizung, Strom etc. zu verzichten. Ich glaube wirklich, ich könnte von dem allermeisten komplett loslassen, was die Menschheit so an Errungenschaften erbracht hat, die letzten paar hundert Jahre. Gute Bücher, ein paar Flaschen guten Whiskys und Kaffee würde ich mir mitnehmen, in meine Hütte. Unser gutes, bayerisches Bier würde ich vermissen, auf alles andere könnte ich aber wahrscheinlich verzichten, denke ich.

Vielleicht würde ich aber auch durchdrehen, ohne Schokolade, ohne italienischem, griechischem und asiatischem Essen und dauerhaft ganz ohne gute Filme und Technik. Ich weiß es nicht…

Auf jeden Fall würde ich gerne vom Konsumstress loslassen und gewöhne mir das mittlerweile auch ganz bewusst an.“

„Also was mich wirklich belastet ist, dass ich das Gefühl habe, mit viel weniger materiellen Dingen auskommen zu können und zu wollen, aber gesellschaftliche und familiäre Zwänge lassen einen schwer loslassen. Ich würde mich also gerne mehr einem natürlichen Leben zuwenden, näher an der Natur, und vieles anderes loslassen, wie Konsumzwang, alles doppelt und dreifach besitzen usw.“

Zwei Hauptsehnsüchte werden hier deutlich:

  1. Zurück zur Natur
  2. Reduzierung auf das Wesentliche

Für mich persönlich geht es um eine Mischung aus beidem: Natur und Reduktion.
Mein großer Traum ist ein eigenes Seminarzentrum in einem abgelegenen Einsiedlerhof, wo sich wohnen, leben und arbeiten vereinen lassen. Mitten im Grünen, ohne viel Schnick-Schnack, aber mit vielen Tieren. Kein Luxus, aber mit lieb gewonnenem Komfort wie Strom, fließend Kalt- und Warmwasser, möglichst schnellem Internetzugang, Handyempfang und Zentralheizung. Das sind Annehmlichkeiten, auf die ich nicht mehr verzichten möchte.

Verzichten kann ich aber sehr gut auf das immer hektischer werdende Stadtleben, den stressigen Straßenverkehr, die permanente Reizüberflutung.

Loslassen können von der Alltagshektik, zur Ruhe kommen, wieder zu sich selber finden – diese Möglichkeiten soll ein Aufenthalt in meinem Seminarzentrum bieten.

Und wie sieht Ihr ganz persönlicher Traum aus?

Nehmen Sie sich die Freiheit zu träumen!
Schreiben Sie, malen Sie, basteln Sie eine Collage… Lassen Sie ein detailliertes Bild entstehen. Fühlen Sie Ihren Traum! Entdecken Sie, welche Sehnsucht dahintersteckt.

Enttarnen Sie Ihre „Geht nicht, weil…“-Argumente?

Doch was hindert uns daran, unsere Wünsche Realität werden zu lassen?
Genannt wurden vielfach gesellschaftliche und familiäre Zwänge, sowie die Befürchtung, schwer auf „Luxus“ verzichten zu können, den man gar nicht mehr als Luxus empfindet.

Zerlegen Sie diese „Geht nicht, weil…“-Argumente doch einmal in ihre Einzelteile.

Wenn Sie also zum Beispiel „Gesellschaftliche Zwänge“ anführen, dann überlegen Sie sich, was genau Sie darunter verstehen.
Wer ist „die Gesellschaft“? Nachbarn? Freunde? Kollegen?
Mit wem davon haben Sie schon einmal konkret über Ihren Traum gesprochen? Wer hat sich Ihnen gegenüber wirklich schon dazu geäußert? Finden echte Gespräche statt? Oder sind das eher innere Stimmen, die Ihnen sagen wollen, dass das ja alles gar nicht funktionieren kann?
Und um was für Zwänge handelt es sich konkret?
Je kleiner die einzelnen Argumentationstückchen werden, umso klarer erkennen Sie, was wirklich hinter Ihrer „Geht nicht“-Einstellung steckt.

Und vielleicht fällt Ihnen dann ja auch etwas dazu ein, wie Sie die ein oder andere Sehnsucht befriedigen können, ohne gleich Ihr ganzes Leben auf den Kopf zu stellen.

Stellen Sie sich doch beispielsweise einmal die Frage, ob Sie wirklich alles selbst besitzen müssen. Oder ob Sie sich nicht z.B. den Rasenmäher mit dem Nachbarn teilen können, das Auto aus einem CarSharing-Pool nutzen wollen, etc.

Auch beim Thema „Wohnen“ gibt es viel Neues, das den Trend zur Reduktion widerspiegelt. Haben Sie schon einmal von „Tiny Houses“ gehört? Der Begriff kommt ursprünglich aus Amerika und beschreibt winzige Häuser, die auf wenigen Quadratmetern alles beinhalten, was man zum Leben braucht. Küche, Bad, Schlafraum, alles vorhanden. Manche dieser Minihäuser lassen sich sogar bei einem Ortswechsel mitnehmen.

Sie sehen, es gibt so viele Möglichkeiten.
Werden Sie kreativ!

Ich wünsche Ihnen viel Freude dabei!

Herzlichst,
Ihre Barbara Wanning

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