Das Power-Wort-Bild

Das Power-Wort-Bild

Das Power-Wort-Bild als intuitive Transformations- und Neugestaltungsmethode für Emotionen

Vor kurzem habe ich bei Beatrice Hinder von CreativeTou.ch eine faszinierende Möglichkeit kennengelernt, sich seinen Gefühlen intuitiv zu nähern, ungeliebte oder hinderliche  Emotionen zu transformieren und loszulassen und dann erwünschte, positive Gefühle zu stärken.

Das Ganze funktioniert über die Macht selbstgemalter Bilder. Mich hat das so begeistert, dass ich hier gerne von meinen ganz persönlichen Erfahrungen mit dem Power-Wort-Bild berichten möchte. denn vielleicht ist das ja auch was für Dich!

Keine Angst, Du musst dafür überhaupt nicht malen können. Es geht nicht darum, ein „vorzeigbares Bild“ zu erstellen, sondern Deine Gefühle aufs Papier zu bringen. Du wirst sehen, das geht ganz automatisch, wenn Du erst einmal einen Stift in der Hand hast!

Vielleicht magst Du ja gleich loslegen?

Beatrice hat mir erlaubt, Ihre Anleitung hier zu teilen. Ich flechte meine Erlebnisse an den passenden Stellen zwischendrin ein.

Was du dazu benötigst:

A5 oder A4-Papier, Stifte, Farbstifte oder andere Mal-Utensilien (nimm einfach das, womit Du Dich wohl fühlst).
Wir nutzen diese kreative Möglichkeit, um die beiden Gehirnhälften auszubalancieren. Die spielerische Note vereinfacht das Ganze noch.

 Teil 1: Transformation

Durch Malen wird so viel einfach klarer. In Teil 1 geht es um das Auflösen und Transformieren von Gefühlen.

Und so funktioniert es in 6 Schritten:

  1. Eine „unerwünschte“ Emotion lokalisieren, die sich immer mal wieder zeigt. (Selbstzweifel, Angst vor etwas, Unsicherheit, Minderwertigkeitsgefühl, usw.)
  2. Die schreibst Du auf das Blatt Papier. Und was dir dazu einfällt, schreibst du dazu. Lass diese Energie aufs Blatt fließen und ihren Ausdruck finden.
  3. Wenn du magst, nimm Farbe dazu. Und wie es sich erahnen lässt: Es geht nicht darum, dass es schön aussieht. Denn es soll ja der Emotion entsprechend sein.
  4. Wenn Du ein «es-ist-genug» in Dir spürst, hör auf.
  5. Dann der wichtigste Punkt: Schau an, was ist. Akzeptiere was du geschaffen hast und hake es ab. Lass es los.
  6. Das Papier zerknüllen und verbrennen. Oder in kleine Teile zerreißen und unwiederbringlich wegschmeißen.

Meine Erfahrung mit diesem Schritt:

Ich hatte als Gefühl für mein Wort-Bild die Hoffnungslosigkeit gewählt. Ergänzend hatte ich noch Scheitern und Versagen dazu geschrieben.  Das ganze Bild war komplett in Schwarz gehalten. Ein sehr düsteres, bedrückendes Bild war entstanden. Aber es spiegelte genau meine Emotion wider.

Dann kam ich zu Punkt 5 und 6.

Es ging ja darum, das Bild (bzw. die gemalte Emotion) loszulassen. Und das ist mir ganz schön schwer gefallen! Ich wollte das Bild nicht zerstören, hätte es am liebsten eingerahmt und aufgehängt. Selbst als ich es dann in kleine Schnipsel gerissen hatte und in den Müll schmeißen wollte, hat sich nochmal massiv Widerstand geregt.
Ich dachte nur „Wahnsinn! Wie gut ich mich doch schon in diesem Gefühl eingerichtet habe. Wie vertraut es ist. Wieviel Sicherheit es gibt.“

Ich habe dann erstmal eine längere Pause gemacht, bevor ich Teil 2 der Aufgabe in Angriff genommen habe.

Teil 2: Mach dir ein neues Bild

In Teil 2 geht es ums Gestalten neuer Bilder. So, wie es für Dich stimmig ist. Du kannst damit einiges stärken und an Klarheit gewinnen.

Und so funktioniert es in 6 Schritten

  1. Schreib Dir – auf ein neues Blatt, die Emotion oder einfach  das, was Du Dir in diesem Moment wünschst und stärken willst (z.B. Freude, Zuversicht, Erfolg, Durchhaltewillen, usw.)
  2. Schreib‘ dazu, was Dich dabei unterstützt, und wie es sich anfühlt, wenn es sich erfüllt.
  3. Nimm bunte fröhliche Farben und lass das Bild entstehen
  4. Wenn Du ein «es-ist-genug» in Dir spürst, hör auf.
  5. Dieses Bild behältst Du.
  6. Es gibt Dir Kraft und Motivation für die Umsetzung Deiner Vorhaben.

Meine Erfahrung mit diesem Schritt:

Für Bild 2 hatte ich das Wort „Zuversicht“ gewählt. Die Zuversicht wird von Leichtigkeit, Freude, Klarheit und Hoffnung begleitet. Das fertige Bild kannst Du als Beitragsbild zu diesem Blogartikel sehen.

Ich habe gemerkt, dass es mir viel leichter gefallen ist, das erste Bild zu malen. Da sprudelte es nur so aus mir raus. Bild 2 hat sich „künstlicher“ angefühlt.

Ich werde wohl in nächster Zeit noch ganz viele Bilder malen, um meine gewünschten, positiven Emotionen kraftvoll zu stärken!

Wiederholung ist das A und O:

Beatrice empfiehlt,  die Übung immer dann zu wiederholen, wenn Emotionen auftauchen, die transformiert werden möchten. Hartnäckige und tiefgreifende Themen lassen sich meist nicht mit einem Mal-Durchgang lösen. Sei geduldig mit Dir!

Es geht darum, Dir mehr und mehr neue Bilder zu erschaffen. Bilder von dem, was Du wirklich möchtest, was Dich stärkt. Durch das Malen und Zeichnen ist der Zugang zum Unterbewussten leichter… und Du wählst die Materialien, die dir gut in der Hand liegen!

Und jetzt Du…

Ich wünsche Dir viel Spaß beim Ausprobieren dieser kraftvollen Methode! Vielleicht berichtest Du ja in den Kommentaren über Deine Erfahrungen? Ich freue mich auch über eine E-Mail von Dir!

Herzlichst,
Deine Barbara

2 Gedanken zu „Das Power-Wort-Bild

  1. Liebe Barbara
    wie schön und anschaulich du das beschreibst. Eine wunderbare Erfahrung.

    ja durch das Schreiben und Malen ist soviel möglich!
    danke für diesen inspirierenden Bericht!

    von Herzen danke und kreative Grüsse
    Beatrice

    1. Liebe Beatrice,

      ich danke Dir, dass ich diese wunderbare Methode kennenlernen durfte!

      Herzliche Grüße,
      Barbara

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