Ich muss erst noch…, bevor ich…

Ich muss erst noch…, bevor ich…

Heute habe ich bei Niels Koschoreck einen tollen Beitrag aus seiner Reihe „Weisheiten aus der Badewanne“ entdeckt. (Ja, er filmt sich wirklich, während er in der Badewanne sitzend über alle möglichen Themen philosophiert…)

Es ging um das Thema „negative Glaubenssätze“ bzw. vielmehr um die Überzeugung, dass man erst all seine negativen Glaubenssätze losgeworden sein muss, bevor man anfangen kann, erfolgreich zu werden, oder Geld zu verdienen, oder eine glückliche Beziehung zu haben, oder…

Niels hat die Frage in den Raum gestellt, ob das nicht eigentlich der einzige hinderliche Glaubenssatz ist, den man überwinden sollte. Um dann einfach ins TUN zu kommen!

Das heißt konkret, dass man sich seiner negativen Gedanken zwar bewusst ist, aber trotzdem anfängt Dinge zu tun, die die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass man erfolgreich wird. Dass man die Glaubenssätze nicht mehr länger als Ausrede fürs Nichtstun benutzt.

Damit hatte er mich eiskalt erwischt! Denn ich gehöre selber auch zu denjenigen, denen dieser Gedanke „Erst, wenn…“ zutiefst vertraut ist. Gekoppelt ist das Ganze mit der Forderung an mich selbst, perfekt zu sein.

Das hört sich dann in etwa so an: „Ich kann den Blogartikel erst veröffentlichen, wenn er inhaltlich wirklich perfekt ist. Wenn ich das perfekte Bild zum Beitrag gefunden habe. Wenn das Thema passt, wenn die Uhrzeit die richtige ist, usw.“ Manchmal bremse ich mich dadurch so aus, dass ich gar nicht erst anfange, einen neuen Artikel zu schreiben.

Erkennst Du Dich hierin auch wieder? Willkommen im Club!

Es kann aber auch gut sein, dass Du mit dieser „Erst, wenn…“-Geschichte überhaupt keine Probleme hast. Dass bei Dir ganz andere Überzeugungen im Vordergrund stehen.

Vielleicht kämpfst Du eher mit dem Gedanken, dass Du das, was Du am meisten möchtest, sowieso niemals bekommen wirst. Und dass Du stark sein musst.

Oder Du fühlst Dich wie Sisyphus, der seine Aufgabe, einen Felsbrocken den Berg hinauf zu rollen, beinahe geschafft hätte. Aber immer, wenn er fast oben angekommen war, rollte der Fels den Berg wieder hinunter und Sisyphus musste vorn vorne anfangen. Du meinst, Du musst Dich anstrengen und es anderen recht machen.

Es gibt noch mehr solcher „Lebensskripte“. Allen gleich ist, dass sie Dich – solange sie Dir nicht bewusst sind – von einem erfüllten und erfolgreichen Leben abhalten können.

Um hier wieder den Kreis zu Niels Koschorecks Weisheit aus der Badewanne zu schließen: Ich glaube nicht, dass es diesen einen einzigen „negativen Glaubensatz“ gibt, der für alle Menschen gleich gültig ist.

Aber ich denke, dass seine Aufforderung, trotz dieser negativen Überzeugungen ins TUN zu kommen, richtig ist, um sich seinen Zielen anzunähern. Nur sind die Wege, die dort hinführen, verschieden. Der erste Schritt ist jedoch immer, Bewusstheit über diese Vorgänge zu erlangen. Und dann entsprechend zu handeln.

Wie siehst Du das? Schreib‘ mir doch Deine Gedanken in einem Kommentar zu diesem Beitrag oder per E-Mail.

Und wenn Du Unterstützung beim Entdecken Deiner Überzeugungen haben möchtest, bin ich gerne für Dich da!

Herzlichst,
Deine Barbara

2 Gedanken zu „Ich muss erst noch…, bevor ich…

  1. Liebe Barbara,

    gerade habe ich diesen Artikel entdeckt – und finde ihn klasse! Natürlich bin ich auch Mitglied in diesem Club, obwohl ich es ja besser wissen sollte. Aber wir Coaches sind halt auch nur Menschen 😉

    Liebe Grüße
    Carina

    1. Liebe Carina,

      genau, wir sind auch nur Menschen!
      Und ich denke, das dürfen wir auch zeigen. 🙂

      Herzliche Grüße,
      Barbara

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