Frau Wanning oder die Sache mit der Geduld…

Frau Wanning oder die Sache mit der Geduld…

Heute ein paar Gedanken in eigener Sache.

Seit November letzten Jahres kann ich meine linke Schulter nur sehr eingeschränkt und unter zum Teil heftigen Schmerzen bewegen. Das beeinträchtigt einerseits generell meine Lebensqualität, behindert zum anderen aber auch massiv meine Tätigkeit als Groupfitness-Trainerin. Ich bin somit alles andere als glücklich damit.

Einige Ärzte und Heilpraktiker haben sich seither mit der Schulter beschäftigt, diverse Untersuchungen (Röntgen, MRT) wurden gemacht. Allen gemeinsam: Es gibt keine Erklärung für diesen Zustand, er ist einfach da.

Gestern war ich nun noch einmal bei einem Orthopäden, einem mir empfohlenen Schulterspezialisten. Es muss doch irgendwas geben, was ich tun kann. Irgendeine Ursache zu finden sein, hoffte ich.

Seine Diagnose: Frozen Shoulder
Seine Therapieempfehlung: Geduld

Originalton: „Da können Sie sich jetzt auf den Kopf stellen und mit den Zehen wackeln, deshalb geht das auch nicht schneller weg. Das braucht einfach 1 ½ Jahre im Durchschnitt. Aber glauben Sie mir, an Weihnachten wird es Ihnen schon viel besser gehen – da wette ich einen Kasten Bier drauf! Und nächstes Jahr um die Zeit lachen Sie über das Ganze.“

Aha! Geduld also! Nicht gerade eine meiner Stärken…

Aber irgendetwas muss doch dahinterstecken.

Was will mir mein Körper (als Sprachrohr meiner Seele) damit sagen?
Wenn ich genau hinhöre, nehme ich Sätze wie die folgenden wahr:

  • Sei geduldig mit Dir!
    Lass Dir Zeit! Manche Dinge müssen sich einfach langsam entwickeln, die kann man nicht erzwingen. Auch wenn man noch so gerne hätte, dass sie sofort Realität werden.
  • Lass los!
    Du hast hier keine Kontrolle, Du kannst nichts tun.
    Du bist machtlos, hast keinen Einfluss auf das Geschehen.
  • Vertraue!
    Vertraue darauf, dass sich alles zum Richtigen (also Guten) wendet.

Also schaue ich genauer hin und frage:

  • Wo will ich – mal wieder – mit dem Kopf durch die Wand?
  • Bei was versuche ich krampfhaft, die Kontrolle zu behalten?
  • Wem vertraue ich nicht?
  • Wo bin ich wie eingefroren? Wo habe ich zu gemacht?

Kein leichtes Unterfangen, ganz ehrlich mit mir selbst zu sein.
Aber ganz sicher ein lohnenswertes!

Und vielleicht ist meine Geschichte ja auch ein Denkanstoß für Sie.
Wann hören Sie das nächste Mal bei sich genau hin?
Ich wünsche Ihnen jedenfalls viele förderliche Erkenntnisse dabei!

Herzlichst,
Ihre Barbara Wanning

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